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Alessandro MAGNASCO, Studio


vor/um 1750


Susanna und die beiden Alten



Öl auf Leinwand, doubliert, 43 x 30 cm

 

Preis:

 12.000 €



Provenienz: Christie`s Rom, 1.6.1994, Lot 365 (als „Genuesische Schule“). – Privatbesitz, Italien. – Bassenge, Berlin, 29.5.2015, Lot  6034 (als „Martin Johann Schmidt, gen. Kremser Schmidt“).


Diese Komposition gibt tatsächliche einige Rätsel auf. Zeitlich ist die Arbeit um die Mitte des 18. Jahrhunderts einzuordnen, eventuell kurz davor.  Susanna nimmt exakt die Mitte des Bildes ein. Links und rechts von ihr befinden sich die beiden alten Männer. Während die Gewänder der beiden Männer, wie auch die umgebenden Architekturteile, die Bäume und auch der Brunnen in dunklen Farben gehalten sind, ist der nackte Körper in einem starken Kontrast dazu in  sehr hellen fast weißen Farbtönen gestaltet.

Mit dünnen und kantigen Pinselstrichen aufgetragene kontrastreiche Farben (gelb auf dem dunkelblauen Gewand des knieenden Mannes, hellrot auf dem dunkelroten Gewand des stehenden Alten, weiß auf dem blauen Gewand Susannas etc.) verleihen dem Ölentwurf eine starke expressive Note. Tatsächlich finden sich solche Farbkontraste auf Bildern von oberitalienischen Künstlern wie auch auf Gemälden österreichischer und auch süddeutscher Künstler am Übergang vom Barock zum Rokoko. Alessandro Magnasco (Genua 1667 – 1749), ein gebürtige Genueser arbeitete jedoch fast sein ganzes Leben in Mailand und ist für seinen expressiven Farbauftrag berühmt. In Österreich findet man eine ähnliche Malweise bei Johann Martin Schmidt (Stein a.d. Donau 1718  - 1801). Er war zwar nie in Italien, besaß aber eine umfangreiche Kunstsammlung. Er bewunderte die Kunst Alessandro Magnascos, von dem er einige Gemälde besaß und dessen Werke er auch aus dem Stift Seitenstetten kannte (R. Feuchtmüller, der Kremser Schmidt, Innsbruck 1989, S. 182).

Doch Schmidt setzt die Farben nicht so kantig und mit dünnen Pinselstrichen auf den Grund, sondern malt in breiteren und gebogenen Pinselstrichen, sodass sich daraus eine sehr malerische Oberfläche ergibt.

Noch ist eine endgültige Identifizierung des Künstlers dieses Gemäldes nicht abgeschlossen. Aber er ist sicherlich in einer Umgebung des Alessandro Magnascos zu verorten.

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