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Heinrich F. FÜGER

Heilbronn 1751-1818 Wien


Apotheose Kaiser Josefs II.

Öl auf Leinwand, 98 x 74 cm

Preis:

  auf Anfrage


Im September 1776 konnte Füger als Stipendiat der Wiener Akademie endlich seine lang ersehnte Reise nach Rom antreten. Als Beweis seines Studienerfolges musste er regelmäßig nach der Antike ausgeführte Zeichnungen nach Wien senden und ein in Öl ausgeführtes großformatiges historisches oder allegorisches Gemälde ausführen. Er entschied sich schließlich für ein allegorisches Thema, das Kaiser Josef II. als Beschützer des Wissens und der Weisheit darstellen sollte.

Das vorliegende Werk ist der Ölentwurf zu dem großformatigen Gemälde, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet (Inv. 2476, 332 x 248 cm). Das Gemälde ist signiert und datiert: „Füger pinx. Romae 1779“ (Keil 2009, WV 93).

Der Ölentwurf unterscheidet sich vom großformatigen Gemälde und zeigt viel stärker den klassizistischen Einfluss, den Füger in dem ausgeführten Gemälde wieder zurücknahm. Im Entwurf überwiegt noch eine relativ klare Disposition der einzelnen Figuren ohne starke Überschneidungen. Der Entwurf und das ausgeführte Gemälde spiegeln eigentlich komplett unterschiedliche Positionen wieder. In der zurückhaltenden Gestik zeigt sich die von seinem Lehrer Oeser ausgehende Vorstellung des geläuterten Geschmacks und die Reduktion der Handlung auf das Wesentliche. Das großformatige Gemälde ruft Assoziationen mit den zeigenössischen römischen Künstlern wie Batoni oder Mengs hervor, an deren Vorstellungen sich Füger während seines Aufenthalts in Rom anzupassen versuchte.


Literatur:

K. Wilczek, Heinrich Friedrich Füger, phil. Dissertation, Vienna, 1925, Nr.13.

K. Wilczek, Fügers künstlerischer Entwicklungsgang", in: Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen, Wien 1928, S. 329-354.

R. Keil, Heinrich Friedrich Füger, Nur wenigen ist es vergönnt das Licht der Wahrheit zu sehen, Wien 2009, S. 49, S. 224, WV 94, Farbabbildung 9.



 


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