Heinrich Friedrich FÜGER

Heilbronn 1751 – 1818 Wien

 

Marie Francoise de Baudry, Comtesse  Esterhazy-Galantha-Forchtenstein als Göttin Hebe

 

Aquarell auf Elfenbein, 7 x 5,5 cm, in Medaillonrahmen mit rückseitiger Gravur:

 

„Marie Francoise Rom.ne

Comtesse d`Esterhazy-Galantha-Forchtensein,

née Marquise de Roisin,

Née à Douay le 24 janvier 1776

Mariée à Vienne le 1 juin 1799

+ à Nice le 9 Décembre 1845“

 

Marie Francoise de Baudry wurde 1776 in Douai, einem nordfranzösischen Städtchen nahe an der heutigen Grenze zu Belgien, geboren. 1799 heiratete sie Graf  Miklós (Nikolaus) Mária János Esterházy de Galántha (1775-1856).

Dargestellt ist die Gräfin Esterhazy als Hebe, der Tochter von Zeus und Hera – sie war Mundschenk der Götter, das Symbol dafür ist der Kelch und der Adler ihr Vater Zeus.

Das Porträt ist sehr lebensnah gestaltet, nicht so idealisierend wie viele Damenporträts von Füger (siehe die Vergleichsabbildungen).

Das Porträt ist wahrscheinlich gegen die Mitte der 90er Jahre entstanden, noch vor der Hochzeit mit Graf Nikolaus Esterhazy-Galantha. Gerade die Verkleidung als antike Figur war ein beliebtes Motiv in der Zeit, die wir Klassizismus nennen. Und viele Familienmitglieder des Hauses Esterhazy wurden von dem damals besten Porträtmaler Füger ausgeführt, wie etwa mehrere Bildnisse Graf Johann Baptist Esterhazy zeigen (R. Keil, Heinrich Friedrich Füger, Wien 2009, S. 304, WV 330,331, 414).

Auch den Gemahl von Marie Francoise selbst hatte Füger um die Mitte der 90er Jahre in einer Porträtminiatur dargestellt ( WV 407).

Preis: 12.500 €